Vernetztes Arbeiten - Interview

Durch eine moderne, zielgerichtete und inspirierende Struktur kann der LIG jederzeit effizient reagieren und handeln. Doch was bedeutet das für die einzelnen Abteilungen und was hat das mit vernetztem Arbeiten zu tun? Die Abteilungsleitungen geben Einblick.

Vernetztes Arbeiten - Interview

 

Welche inhaltlichen Schwerpunkte setzen Sie in Ihrer Arbeit als Abteilungsleiter/in?

 

vergrößern Bild Gruppe 3 (Bild: Eva Häberle)

Leif-Georg Albers: Der Schwerpunkt liegt für mich als Leiter der Intendanz (LIG 1) darin, meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu befähigen, die erforderlichen Leistungen für die Kolleginnen und Kollegen der Fachabteilungen zu erbringen. Eine Grundvoraussetzung ist es, den Beschäftigten klar zu machen, Entscheidungsprozesse übergreifend und kooperativ zu verstehen, um diese aus LIG 1 heraus zentral fördern zu können. Die Quer-schnittsfunktionen meiner Abteilung sind nicht hierarchisch zu verstehen: Ein Teil der Arbeit soll und muss in der jeweiligen Fachabteilung stattfinden. Die Management liegen jedoch – gerade wenn mehrere Bereiche betroffen sind – auch oft bei LIG 1. In diesen Fällen ist die Initiierung, Implementierung und  ontinuierliche Überprüfung von Managementprozessen sehr wichtig, um die aus meiner Sicht erforderliche Kommunikation und Kooperation zwischen den Abteilungen zu erleichtern. Solche übergreifenden Prozesse müssen immer von Anfang an geplant und dann konsequent umgesetzt werden.

 

vergrößern Bild Gruppe 4 (Bild: Eva Häberle)

Steffi Keller: Eigentümerpflichten wie die Ver-kehrssicherung sind jeden Tag nachhaltig und effizient wahrzunehmen – und das in der Regel viele Jahre lang. Das von uns verantwortete Port-folio ist nicht nur sehr umfangreich, sondern auch extrem heterogen und dazu wirklich dynamisch. Daher sind für das Bestandsmanagement standar-disierte und optimal funktionierende Prozesse mit intensiv gelebten Kooperationen essenziell. Wir setzen gezielt kompetente Dienstleister ein und optimieren sowohl das Zusammenwirken mit diesen als auch mit den anderen Abteilungen des LIG. Außerdem begegnen wir der Vielfalt und dem permanenten Zu- und Abgang der zu verwaltenden Immobilien mit flexibel einsetzbaren, sehr breitgefächerten Kompetenzen in unserem eigenen Team: Neben Immobilienkaufleuten finden sich hier Verwaltungsspezialisten ebenso wie Architekten und Ingenieure. Dieser tägliche Spagat zwischen kluger, nachhaltig solider Verwaltung – oft im Spotlight öffentlicher Wahrnehmung – und situativ flexiblem Einsatz unserer Kräfte macht mein Wirken aus.

 

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 Jochen Möller: Im Kern geht es darum, den Interessen der Stadt dienende Projekte voranzubringen und am Ende zu realisieren. Wir müssen mit unseren Verhandlungs-partnern aus der Immobilienwirtschaft eine vernünftige Einigung finden und eine Zustimmung der politischen Gremien zum erzielten Verhandlungs-ergebnis herbeiführen. Mein Schwerpunkt liegt darin, diesen Balanceakt immer wieder mit fachlich basierten Argumenten und einer gegenüber allen Beteiligten offenen und ehrlichen Kommunikation zu bewältigen. 

  

vergrößern Bild AL Gruppe 5 (Bild: Eva Häberle)

Arne Kuchenbecker: Die aktuell größte Heraus-forderung für das Portfoliomanagement ist es, aus dem Immobilienportfolio weiterhin geeignete Flächen für den Wohnungsbau zu identifizieren und mit den beteiligten Fachbehörden und Bezirken eine entsprechende Entwicklung zu ver-einbaren. Aufgrund der sich zunehmend ver-schärfenden Flächennutzungskonkurrenz der unterschiedlichen Fachbedarfe wird der Aufwand, entsprechende Flächen freizuziehen, größer. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, brauchen wir vor allem einen Professions- und Typenmix. Deshalb arbeiten im Portfoliomanagement hochqualifizierte Fachkräfte mit unter-schiedlichem akademischem Hintergrund zusammen. Mir ist dieser vielfältige und dabei ausgewogene Mix wichtig. In der Regel sind kreativen Prozesse notwendig, um möglichst passende Antworten auf die vielfältigen Anfragen an das Immobilienmanagement zu erhalten. Deshalb ist es von großem Vorteil, wenn sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Perspektiven miteinander austauschen und Ergebnisse erarbeiten.