Hochbaulich freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb

"Areal Waidmannstraße – Neue Vielfalt für den Diebsteich“

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Für die Entwicklung auf dem ehem. ThyssenKrupp Schulte Areal in der Waidmannstraße 26 wurde ein hochbaulich-freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb durchgeführt. Ziel des Wettbewerbsverfahrens war die Entwicklung eines gesamtheitlichen Entwurfes für das Areal. Dabei sollten neben der Freiraumplanung insbesondere die drei folgenden hochbaulichen Bausteine entwickelt werden:

  1. Fußball-Regionalligastadion mit bis zu 5.000 Plätzen nebst Mantelbebauung für Büro, Gastronomie, Handel, Kultur, Freizeit einschließlich Tiefgarage
  2. Sanierung und Erweiterung der Bestandhalle zu einer Musikhalle mit 5.000 Besuchern
  3. Entwurf eines Bürogebäudes mit weiteren additiven Nutzungen nebst Tiefgarage sowie Umnutzung eines gründerzeitlichen ehem. Verwaltungsgebäudes mit Flächen für eine Sport Kita und weiteren stadtteilbezogenen Nutzungen sowie die Umnutzung zweier historischer Pförtnerhäuschen. 

Hierzu hatte der LIG Ende 2021 einen europaweiten Teilnahmewettbewerb gestartet. In das Wettbewerbsverfahren waren die Bezirkspolitik, die Bürgerschaft und avisierte zukünftige Nutzer eingebunden. Auch sollte der interessierten Öffentlichkeit die Gelegenheit einer Vorabbetrachtung der Arbeiten und Meinungsäußerung vor der Preisgerichtsitzung gegeben werden. 


Am hochbaulich-freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb nahmen zwölf Planungsteams teil, die sich vorher in einem europaweiten Auswahlverfahren bewerben mussten. Als erster Preisträger wurde von der 21-köpfigen Jury der Entwurf von gmp International GmbH (Hamburg) mit WES GmbH LandschaftsArchitektur (Hamburg) einstimmig ausgewählt.


Im Entwurf von gmp International GmbH ergeben die Bausteine Bürogebäude, Musikhalle und Stadion ein in sich schlüssiges Ensemble mit jeweils eigener Architektursprache. Übergeordnetes Motiv der Freiraumgestaltung ist es, die raue Charakteristik des Ortes aufzunehmen und den vorhandenen Baumbestand zu integrieren. Eine Treppenanlage als Teil des Bürogebäudes öffnet sich zu einer Außenbühne und kann für spontane Aktivitäten genutzt werden. Der Bühnenturm der Musikhalle greift die industrielle Anmutung der Umgebung auf und ergänzt die Bestandshalle überzeugend. Für das Stadion sind ein steinerner Sockel und großzügige Treppenaufgänge an der Waidmannstraße vorgesehen. Im Inneren entsteht durch die abgetreppten Ränge eine gute Stadionatmosphäre.


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Weitere Informationen zu den Entwicklungen auf dem Thyssenkrupp-Areal und zu Diebsteich finden Sie hier und auf hamburg.de/diebsteich